Auf Gemeindeausflug am Wanderweg

Die Region zu Fuß entdecken, im eigenen Tempo vom Ausgangspunkt zur Genussmanufaktur wandern und unterwegs den Geschichten der Wanderbegleitung folgen. Bei bestem Wanderwetter startet unser Tag im September an einem Aussichtspunkt mit tollem Weitblick über das Steirische Vulkanland. Vor uns liegen die Gleichenberger Kogel als faszinierende Zeugen der vulkanischen Vergangenheit.

Bevor wir losgehen, stärken wir uns mit einem kräftigenden Schluck Holler Vulkan. Ein dunkelroter Energiespender mit dem Besten aus Holunder, Aronia, Apfel und Johannisbeere. Der Weg führt uns über Wiesen- und Waldwege durch die herbstliche Landschaft. Wir wandern sanft bergab, bevor wir uns wieder an den Aufstieg machen. Unterwegs halten wir für einige Minuten, um von prägenden Persönlichkeiten und spannenden Momenten in der Regionsgeschichte zu berichten.

Ankunft im Schinkenhimmel

Nach rund 45 Minuten Gehzeit erreichen wir unser erstes kulinarisches Ziel: die Schinkenmanufaktur Vulcano. Hier dreht sich alles um eine Spezialität, die weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt ist – luftgetrockneten Rohschinken. Bei der Führung tauchen wir in die Welt der Schinkenproduktion ein und erfahren von den Anfängen der Vulcano-Bauern. Mit viel Ausdauer und Leidenschaft sind sie ihren eigenen Weg gegangen. Wir werfen einen Blick in den Schweinestall, besuchen die Ferkel-WG und lauschen der Vulcania, um einen Eindruck von der Zeit, dem Wissen und der Sorgfalt, die in einem guten Rohschinken stecken, zu bekommen. Im Ab-Hof Restaurant wartet erst eine wärmende Suppe und anschließend ein Verkostteller mit den vielfältigen Vulcano-Produkten auf uns.

Auf zum Gaudi-Parcours

Von der Vulcano Schinkenmanufaktur geht es rund eine Stunde weiter über offenes Gelände, durch den Wald und über einen Wiesenweg. Schließlich kommen wir im Sonnenhaus Grandl, einer kleinen Unterkunft mit großem Garten, an. Auf der Wiese empfangen uns überdimensionale, knallig gelbe Hühner. Hier ist Teamgeist gefragt. Wir losen Vierer-Teams aus und im Handumdrehen stellen sich Kolleginnen und Kollegen unseren Geschicklichkeitsspielen. Klingende Namen wie Knappe Karli, Strumpfkegeln, Mäusekäse oder Stock Heil erwarten die Gruppe. Anfeuern macht uns mindestens genau so viel Spaß wie selber mitmachen. Es wird gelacht, getüftelt und in der Sonne manchmal auch ein wenig geschwitzt.

Dabei geht es nicht darum, wer am sportlichsten oder schnellsten ist. Beim Gaudi-Parcours stehen das gemeinsame Tun, der Spaß an der Sache und die Freude daran, sich auf etwas Neues einzulassen im Mittelpunkt. Die Dynamiken in den Vierer-Teams sind immer anders. Durch die ganz unterschiedlichen Aufgaben kommen ungeahnte Talente zum Vorschein und es gibt meist noch guten Gesprächsstoff für den restlichen Tag mit.

Flüssiges Handwerk

Heiter und beschwingt spazieren wir das letzte Wegstück des Tages zur kleinen, feinen Bio-Brauerei Lava Bräu. Roman Schmidt philosophiert über das Vulkanland, die Herstellung von Bier und seine Leidenschaft für regionales Handwerk. Wir blicken direkt in die Braukessel und sehen, wie Bier und Brisky verarbeitet werden. Zum Abschluss der Führung verkosten wir ausgewählte Sorten des Biers. Ein erlebnisreicher Wandertag auf den Spuren der Vulkane geht langsam zu Ende.

Zur Wanderung bitte mitbringen: Gute Laune, festes Schuhwerk und eine Prise Landschaftsblick!

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