Die Riegersburg ist erst der Anfang: Ein Tagesausflug ins Steirische Vulkanland

Heute steht die Riegersburg bei „9 Plätze – 9 Schätze“ österreichweit im Rampenlicht. Das hat sie sich verdient. Mächtig thront die Burg auf einem 482 Meter hohen Vulkanfelsen, weithin sichtbar über den Hügeln der Südoststeiermark. Mit der Jahrhunderte alten Geschichte, 2028 feiert die Riegersburg immerhin schon ihr 900-jähriges Jubiläum, den Ausstellungen in der Burg, der Greifvogelwarte, den Klettersteigen und dem eindrucksvollen Panorama geht eines der bekanntesten Wahrzeichen der Steiermark ins Rennen.

Die Riegersburg ist wunderbarer Anlass für einen Besuch in der Region. Auf dem Burgfelsen, in den Räumlichkeiten der Burg und um die Burg herum gibt es vieles zu entdecken – von einer ziemlich außergewöhnlichen Maschine über regionale Handwerkskunst bis zu Essigen, Edelbränden und hervorragendem Wein. Mitte Oktober haben wir für einen Verein aus Oberösterreich einen abwechslungsreichen Reisetag rund um die Riegersburg gestaltet.

Eine Maschine, die aus dem Rahmen fällt

Unser erster Stopp führt nach Edelsbach zur absolut einzigartigen Weltmaschine von Franz Gsellmann. Was hier auf Besucher:innen wartet, lässt sich nicht so einfach in Worte fassen. Inspiriert durch das Atomium in Brüssel, baute Gsellmann über Jahrzehnte im Geheimen an seiner Maschine, deren Teile sich bewegen, leuchten und Geräusche aller Art erzeugen. Das Werk ist das Ergebnis einer ganz eigenen Vision und eines Menschen, der sich von seiner Idee durch nichts und niemanden abbringen ließ.

Am Hof der Familie Gsellmann steht außerdem die 1. Steirische Schafwolljurte. Erdacht und umgesetzt durch den Verein Wollgenuss, lernen wir hier eine andere Seite regionaler Wertschöpfung kennen. Es dreht sich alles um das Schaf und die Verarbeitung seiner Wolle. Vom Rohstoff bis zur Dienstleistung wird sichtbar, wie viel Wissen und Arbeit hinter einem regionalen Produkt stecken.

Das Vulkanland schmeckt man

Wir lassen die Landschaft für sich sprechen. Die Fahrt führt über die Vulkanland Route 66 nach Feldbach, durch die Klause von Bad Gleichenberg, vorbei am Himmelsberg von Straden und in die Heimat des Traminers, nach Klöch. Sanfte Hügel, Weingärten und kleine Ortschaften prägen das Bild. Unterwegs geben wir als Reiseleitung spannende Einblicke in das Erfolgsrezept der Regionalentwicklung im Vulkanland und sprechen über das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus.

Aus einem goldenen Bus steigen Personen aus und gehen über die Straße in ein Gebäude mit der Aufschrift Vinothek

Zur Mittagszeit kehren wir in der Vinothek ein und verkosten drei kommentierte Weinproben. Statt einer langen Mittagspause setzen wir auf einen unkomplizierten kulinarischen Zwischenstopp mit einem kleinen Genussteller. Wir stellen regionale Produkte und die Weinkultur in den Mittelpunkt.

Die Fahrt führt uns weiter vorbei am weithin sichtbaren Schloss Kapfenstein nach Fehring und von hier zur Erlebnismanufaktur Gölles. Pionier und Innovationsgeist Alois Gölles hat sich der Veredelung von Obst zu feinen Essigen und Bränden verschrieben. Mittlerweile leitet sein Sohn David Gölles die Geschicke des Hauses. Bei der Besichtigung des Betriebs und der anschließenden Verkostung erfahren wir, wieviel Fingerspitzengefühl die Produktion hochwertiger Spezialitäten benötigt.

Tageshöhepunkt: hinauf auf die Riegersburg

Jetzt wird es Zeit für jenes Wahrzeichen, das heute ganz Österreich beschäftigt. Die Riegersburg gilt als eine der bedeutendsten Festungsanlagen der Steiermark. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die mächtige Anlage mit ihren Befestigungen wurde nie erobert und erzählt von einer Zeit, in der die strategische Lage auf dem Vulkanfelsen entscheidend war. Heute beherbergt die Burg unter anderem das Burgmuseum sowie das Hexen- und Waffenmuseum.

Eine schräg verlaufende Lifttrasse führt hinauf auf einen Felsen, auf dem eine Burg thront

Der Lift bringt und schnell und unkompliziert hinauf auf den Burgfelsen. Oben angekommen, nehmen wir uns Zeit, die Burg nicht nur von außen zu betrachten, sondern auch ihre Innenräume und Ausstellungen zu erkunden. Vom Lift geht es über zwei Zugbrücken steil nach oben in die Hochburg. Beim Rundgang wird deutlich, wie viel Geschichte in diesen Mauern steckt. Wer die Riegersburg bisher nur von Bildern kennt, versteht sofort, warum sie zu den markantesten Ausflugszielen der Steiermark zählt.

Blick auf das Festgelage im Rittersaal der Riegersburg

Abschluss beim traditionellen Buschenschank

Zum Abschluss kehren wir bei einem regionstypischen Buschenschank ein. Hier lassen wir den Tag bei Schmankerln wie der Brettljause und dem Käferbohnensalat mit steirischem Kürbiskernöl ausklingen. Dazu passen hervorragend ein Glas Gelber Muskateller oder eine klassische weiße Mischung. Nach den vielen Eindrücken des Tages ist das der richtige Rahmen, um sich locker auszutauschen und den Ausflug gemütlich abzurunden.

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