kulinarisches Herbstgedicht

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kulinarisches Herbstgedicht

“Füttere mich mit Lyrik und Prosa” heißt es in Markt Hartmannsdorf beim Peter Simonischek Literaturbrunnen. Hier mitten am Dorfplatz von Markt Hartmannsdorf startet mit einem Gedicht die Herbstfahrt entlang der sanften Weinhügel. Entlang der B66, der “kulinarischen route 66” erblicken wir die imposante Riegersburg und säumen Finks Delikatessen, Fromagerie Riegersburg, Schokoladenmanufaktur Zotter, Sektmanufaktur Meister. Staunend über die Buntheit des Herbstes lenken sich unsere Gespräche zur beseelten Hügellandschaft und zu Geschichten über deren Bewohner. Am Fuße vom Schloss Kornberg folgen wir dem Wegweiser nach Auersbach. Bei der Bio-Braumanufaktur Lava Bräu verkosten wir Rossa, Luna und Brisky. Nur zwei Kilometer weiter am Hügel weist uns ein überdimensionaler Metallschinken in den Vulcano-Schinkenhimmel. Nachdem uns Michi bei der Führung durch die Erlebniswelt zum “richtigen Verkosten mit den Fingern” ermutigt hat, tun wir es und riechen und schmecken und verzehren Schinken, 8 Monate, 15 Monate und 27 Monate gereift, hhmmmm. Am Ausgang die Münzerkapelle mit dem herbstlich gefärbten Weinried im Blick, geht die Fahrt vorbei am buntesten Kirchturm der Welt, Feldbach zwischen den gleichen Bergen nach Bad Gleichenberg. Wir halten uns links und entlang des Kammes erblicken wir die Weinhügel von Kapfenstein, St. Anna, Frutten und Tieschen. Genächtigt wird im Radhotel Schischek. Der sonnige Morgen führt nach Sicheldorf, am letzten Haus vor der Grenze zu Slowenien erwartet uns Familie Majczan. Unsere Nase folgt den Röstaromen in die Kernölpresse, außerdem gibt es hier eine Ölkuh und natürlich frisches Kürbiskernöl. Die Fahrt führt über Radenska nach Gornja Radgona zum Sekt, über die Freundschaftsbrücke über die Mur, vorbei an der revitalisierten Stadtmauer von Bad Radkersburg erreichen wir die Käferbohnenkönigin. Zum Ausklang des Schlemmertages entlang der Weinstraßen genießen wir die Abendsonne zwischen den Weinzeilen in Klöch beim Gustoplatzl. Es gilt den Tag zu nützen und so starten wir frühmorgendlich zum nächsten Ziel, dem Bulldogwirt. Hier findet heute der weithin bekannte Herbstflohmarkt mit unzähligen Ausstellern statt. Alles was es braucht, von der Geburt bis zum hohen Alter, oftmals aus nostalgischer Zeit, die vielleicht gar nicht so angenehm war, wie oftmals dargestellt, wird feil geboten. Und – es gibt Weinzeilen, die auf den Himmelsberg von Straden führen, a herrliche Schwammerlsuppe mit Sterz und Kastanien und Sturm.

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