Tag der Kultur im Schloss Rakican

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Tag der Kultur im Schloss Rakican

Im Schloss Dvorec Rakican am Stadtrand von Murska Sobota ist ein Forschungs- und Bildungszentrum eingerichtet. Der Geschäftsführer Robert Celec mit seinem Team ist an vielen europäischen Projekten beteiligt und gibt dem Schloss einen neuen Aufschwung. So auch als Leadpartner für das Interreg-Projekt der Schlösserstraße. Am Tag der Kultur – ein offizeller Feiertag in Slowenien – lud Herr Celec mit seinem Team in den neu renovierten Schlösserstraßensaal. Am Programm stand der Erfahrungsaustausch und das Netzwerken mit der Kulturinitiative Südburgenland, speziell Burg Güsssing, Reiseanbietern, touristischen Dienstleistern, Regionsbewohnern aus Pomurje und slowenischen Schokoladeanbietern. Man ist sich einig: die Verbindung in dieser Ecke Österreichs / Sloweniens schlummert natur- und kulturtouristisches Potential.

Bei Herrn Kunej, nahe der Save und dem ältesten slowenischen Schloss, Reichenburg, gibt es Schokoladenwein. Tomaz Passero betreibt mit seiner Frau einen touristischen Bauernhof mit Zimmern, Direktvermarktung, Buschenschank in Moravske Toplice. Ihre Produkte verarbeiten sie auch zu Schokoladenfüllungen. Ihr authenter Auftritt schafft Sympathie und die liebliche Beschreibung der präsentierten Kostproben hat Gusto gemacht. Der Schokoladenguss ummantelt Buchweizen, Grammeln, Salbei, Rosmarin oder Isabellatraube und formt feine Pralinen. Familie Passero steht auf die Liste der nächsten Erkundungstour bei den Nachbarn.

Stanka Desnik, Direktorin des Informationszentrums Naturpark Goričko, mit Sitz im Schloss Grad (Schloss Oberlimbach) in Grad 191, 9264 Grad, ist ebenso umtriebig und hat es in schwieriger Ausgangslage geschafft, dass Teile des größten Schlosses von Slowenien (365 Räume) wieder genützt / besichtigt werden können. Schmuckstück ist der renovierte, einstige Kapellenraum, in dem sie regelmäßig Konzerte organisiert. Als großartige Netzwerkerin bemüht sie sich um Gäste für diesen Lebensraum und fördert naturnahes Wirtschaften bei den landwirtschaftlichen und kunsthandwerklichen Betrieben. Jedes Jahr am 3. Wochenende im Oktober gibt es einen Bazar im Schlosshof. Und bei Voranmeldung gibt es geführte Wanderungen mit ca. einer Stunde Gehzeit, auch durch den Schlosspark, mit wunderbaren Tulpenbäumen. Auch Melita Gaber von Pannonia Vulkanland Travel beschäftigt sich mit dem Lebensraum auf slowenischer und österreichischer Seite rund um die einstigen Wehrschlösser. Sie bietet Individualreisen an, gemeinsam haben wir eine Entwicklungsreise Slowenien/Vulkanland über Sentours erarbeitet und erprobt.

Marnica Hartmann hat Broschüren rund um das östliche Weinbaugebiet Jeruzalem am Tisch. Mit der Entwicklung der kollektiven Marke ist es gelungen, dass junge Menschen Betriebe am östlichsten Weinhügel, dem Übergang zum pannonischen Raum, Betriebe übernehmen und in einer neuen Linie präsentieren, wie Katja in ihrer Vinothek PepS Wine in Svetinje. Volkskulturell zur Jahreszeit passend ist das Faschingstreiben. Von Ormoz hinüber bis Ptuj, wo aus allen Auslagen die Kurenti-Masken als Dekoration lugen. Diesem Unesco-Kulturerbe ist auf der Burg Ptuj eine Ausstellung gewidmet. Im ehemaligen Pferdestall präsentieren sich die Kostüme, wo die Kuhglocken auf das Ausläuten / Austreiben des Winters durch ihre Träger warten. In der Faschingswoche tummeln sich tausende Kurenti – heuer zum 60. mal das Festival – bei den Umzügen. Auch Stuck-Masken gehören in Ptuj zum Ortsbild.

Von | 2020-02-25T10:39:57+00:00 Februar 12th, 2020|Kategorien: Allgemein, Schloesserstrasse, Unkategorisiert|Tags: , |0 Kommentare

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